Mehr Christians als weibliche CEOs
In den Chefetagen großer deutscher Unternehmen gibt es mehr CEOs, die Christian heißen, als weibliche CEOs*.
Dies wird oft als Beispiel für mangelnde Gleichstellung diskutiert. Zu Recht.
Aber ich möchte noch eine andere Perspektive anbieten.
Viele Frauen kommen genau in dem Moment, in dem ihre Karriere eigentlich ihren Höhepunkt erreichen könnte, in die Wechseljahre.
Schlafmangel.
Konzentrationsprobleme.
Brain Fog.
Erschöpfung.
Hitzewallungen.
Schmerzen.
Eine körperliche, psychische und emotionale Umbruchphase – mitten im Arbeitsalltag.
Eine Phase, über die kaum gesprochen wird und für die es in vielen Organisationen wenig Verständnis gibt.
Und dann kann - ganz still - folgendes passieren:
Frauen lehnen Karrierechancen ab oder ziehen sich aus Führungsrollen zurück. Oder sie beginnen, an ihrer Leistungsfähigkeit zu zweifeln.
Nicht, weil ihnen Kompetenz oder Ehrgeiz fehlen, sondern weil sie parallel eine natürliche Lebensphase bewältigen, auf die sie niemand vorbereitet hat.
Was Unternehmen verlieren, wenn sie diese Frauen nicht sehen: Erfahrung, Know-how, Netzwerke, Loyalität, Stabilität in Teams – kurz: die Frauen, die jetzt zurücktreten oder Chancen ausschlagen, fehlen genau da, wo ihre Wirkung am größten wäre.
Sie sehen: Die Wechseljahre sind zwar ein Gesundheits- aber eben auch ein Karriere- und Führungsthema!
Wenn Unternehmen erfahrene Frauen in Führung halten wollen, wären sie gut beraten, auch über Wechseljahre am Arbeitsplatz zu sprechen.
Lassen Sie mich wissen, wie ich Sie dabei unterstützen kann! Es kostet nicht viel ... aber immer den ersten kleinen (großen!) Schritt.
*vgl. AllBright Stiftung, Herbstbericht 2024